Mittwoch, 27. September 2017

😁
Es gibt etwas richtig tolles zu feiern. Was???
Später...🤣
Heute war ich total wütend!!!
Ich bin nach dem Frühstück schön ans Meer gegangen. Wollte Lesen. Ein paar Jungs sind mit ihren Booten raus zum Fischen. Ich hatte die schon ein paar mal beobachtet und mich jedes mal für sie gefreut, wenn sie mit ihrer mageren Beute zurück an den Strand kamen...
Heute kamen sie auch nach etwa einer halben Stunde wieder zurück...und schon nachdem sie ihr Boot an Land gezogen hatten, war eine riesige Traube Menschen um sie herum. Irgendwas war da.
Weil ich neugierig war, bin ich auch hin.
Eine riesige, wahrscheinlich uralte Schildkröte lag neben dem Boot. Sie hatten sie an einem langen Stock festgebunden. Den Kopf hatten sie mit einer Strippe an den Beinen festgezurrt. So konnte sie sich nicht in ihren Panzer zurückziehen.
Die Schildkröte lag auf dem Rücken...
Ich war mir ziemlich sicher dass Sie tot war und es tat mir total leid um das Tier.
Eine Frau sagte irgendwas auf einheimisch und alle lachten los. Die Jungs drehten die Schildkröte um... und sie lebte!
Ich nahm meinen verdammen Mut zusammen und sagte zu dem einen, dass sie das Arme Tier freilassen sollen...
Das war wahrscheinlich ein Fehler,  denn dadurch begann die eigentliche Qual für das Tier.
Der Junge wollte Kohle haben. 200.000 Ra also ca. 50 Euro.
Ich hatte keinen Cent mit und konnte das arme Tier nicht frei kaufen. Je mehr ich mich aufgeregt habe und je wütender ich wurde, desto mehr Spaß hatten die beim Quälen der armen Schildkröte.
Als dann ein maximal fünfjähriger mit einer selbstgebauten Axt den Panzer zerkloppte bin ich fast ausgerastet. Alle haben rumgestanden und gelacht und wollten Geld...
Oh ej.

Ich hab meine Sachen geschnappt und bin weg. Mehr ging nicht.
Und das ist mit allem in der Welt so: wenn wir nicht können, schauen wir weg oder hauen ab. Ich komme mir jetzt richtig mies vor...

Dienstag, 26. September 2017

40 Grad Luft/26 Grad Wasser...😁
Am fast letzten Tag einen heftigen Sonnenbrand eingefangen...😦

Montag, 25. September 2017

Und bei den beiden verliebten Baobabs waren wir auch...



Wir waren auf einer deutschen Forschungsstation im Kirindy-Nationalpark. Dort waren wir sehr erfolgreich und Sven hat folgende Fotos geschossen...

Was ist "schlimmer" als durch den Urwald zu kriechen? Bei Nacht durch den Urwald zu kriechen...😉






So Leute, die große Reise neigt sich dem Ende zu. Die wichtige n Etappen liegen hinter uns und wir haben alles gesehen, weshalb wir hier her gereist sind: die weißen Sifakas, das Aye Aye mit seinem langen Mittelfinger, das seltene Fossatier, den kleinsten Primaten der Welt "Madame Bert", den Mouse-Maki... und natürlich die Baobabs. Bis auf Kleinigkeiten sind wir super zufrieden und eigentlich sehr erholt...
Bei mir ist der Funke nicht übergesprungen, Madagaskar ist definitiv nicht mein Land. Beeindruckend war es dennoch allemal.

Tschüss eure Steffi

Freitag, 22. September 2017

Klettern in den Tsingis...



Eisvogel

Lemuren

Paradisvogel

Lemur

Weisse Sifakas

Heute haben wir eine Expedition in die Tsingis unternommen. Gleim zu Beginn hatte Sven seinen roten Eisvogel und war total happy. Dann kamen noch ein Paradisvogel und ganz witzige Lemuren hinzu... weisse Sifakas...Wow. Die springen wie Geister durch die Wälder - werden von dein Einheimischen wohl auch Baumgeister genannt.
Dann kletterten wir auf die Tsingis zu einem tollen Viewpoint. Es war wirklich sehr schön, aber wir mussten eine HÄNGEBRÜCKE überqueren... wacklige Angelegenheit...
Die Tsingis sind schon etwas Besonderes. Man muss sich graue Klekkerburgen aneinander gereiht vorstellen. Nur eben sehr hoch und messerscharf. Man müsste aufpassen wo man hintritt und konnte sich eigentlich ohne Handschuhe gar nicht festhalten. Sven hat die ganze Zeit über die schlampigen Sicherheitsvorkehrungen geschimpft: keine Helme, keine Handschuhe, keine richtige Einweisung wie man das Klettergeschirr richtig benutzt...
Aber es hat trotzdem Spaß gemacht.
Zurück sind wir dann durch Hölenartige Schluchten geklettert, manchmal haben wir gerade so durchgepasst 😕.
Es war also ein gelungener, gut gemischter Ausflug und für jeden von uns war etwas dabei.
Jetzt spielen wir Romme und ich habe eine Glücksträhne 😁 - gaaaanz ohne schummeln...😂
Tschüss eure Steffi

P.S.: Sabinchen - venceremos! 🇨🇺

Donnerstag, 21. September 2017

Fähre mal ganz anders...😎

Oh ej...heute sind wir bescheuerte sieben Stunden durch die Wildnis gerast. Es war total anstrengend und wir würden hundert mal durchgeschaukelt... Eine kleine Abwechslung gab es, Wei wir ein Stück mit einer Fähre überbrücken mussten, aber ansonsten nur stundenlange Holperpiste. 😞
Jetzt sind wir in den Tsingis. Das ist eine besondere Bergregion, die unter UNESCO Weltkulturerbe steht. Wir haben einen kleinen Bungalow für uns u d machen morgen eine sechsstündige Tour durch Höhlen, über Berghänge und durch Schluchten... Toll.
Sven ist sauer, denn eigentlich will er irgendwelche Tiere fotografieren. Wie aber soll das gehen wenn wir climben, hiking und wandern... Na das kann ja was werden... Schweine teuer ist der Spass zudem auch noch...
Unser fucking Fahrer wird immer unsympathischer,  Falles das überhaupt noch geht. Er macht, was er will... Da rast der wie bescheuert durch die Baobab-Allee und denkt nicht daran anzuhalten oder zumindest langsam zu fahren. Angeblich hatten wir keine Zeit...😝 Der spinnt doch!
Sven konnte keine Fotos machen... Hallo?!

Mal sehen, was das hier noch wird.

Irgendwie bin ich mittlerweile richtig wütend auf die Madagaskaner. Die Fackeln einfach alles ab und zerstören ihr Land. Nur, wenn irgendwer Land kauft und einen Nationalpark daraus macht, lassen sie vom Feuer machen ab. Sobald sie können brandroden sie. .. Alles ist tot. Alles ist verbrannt.

Mittwoch, 20. September 2017

Am indischen Ozean  😁

Hallo Leute- heute sind wir schlappe zehn Stunden gefahren...Aber es war wieder sehr interessant,  denn wir sind durch vier verschiedene Landschaftsformen gefahren: über die Highlands durch die Trockensavanne. Dann kilometerlang vorbei an saftigen, grünen Reisfeldern bis hin zum Meer.
Unterwegs machten wir Stopp an der Baobab-Allee. Großartig!
Abends zum Sonnenuntergang schnell ins Meer- der indische Ozean ist wild und warm...🤗
Jetzt sitzen wir in einer - für unsere Verhältnisse- Luxusunterkunft am Meer, werden lecker bewirtet und lauschen Livemusike 😁
Morgen weitere 10 Stunden zu den Sifakas, die in den Dornengewächsen herumspringen... Toll. Aber hierher kommen wir zum Schluss nochmal für drei Nächte her...
Bis dahin erstmal muchos saludos von Steffi





Dienstag, 19. September 2017

Ich habe unserem Kumpel mein Tuch geschenkt...
Morgen geht's nach Morondawa- in die Trockensavanne. Dort wollen wir die Sifakas finden, die in den stacheligen Kakteen leben und wie wild darin herumspringen.
Bis dahin fahren wir zweimal zehn Stunden.  Mal sehen ob wir dort WLAN haben...
Also bis dann, eure Steffi










Hier ein kleines Portfolio unserer Erlebnisse...😋



Giraffenkäfer
Indri (größter Lemur)
Chamäleon
Löffel aus Zebu-Horn

Sascha und Schnakkerchen...😉

Was ich vergessen hatte zu erzählen: als wir bei der eingestürzten Brücke fest saßen haben die Einheimischen sofort die Situation genutzt und ihre Geschäfte gemacht. Frauen haben Nudeln und Reis gekocht, andere haben Quarkgebäck gebacken und Kaffee und anderes Gebräu verkauft. Niemand musste dort hungern oder durstig warten, bis er weg kam. Sogar Hahnenkämpfe würden organisiert,  um die Zeit rumzukriegen. Insgesamt hatten wir das Gefühl auf einem Volksfest zu sein bei dem ganz nebenbei eine "Brücke" gebaut wurde... Mit diesem Verhalten sind die uns weit überlegen...

Heute hatten wir Stadbesichtigung. Wir waren an einem schönen Vulkansee, in dem die beiden Männer schwimmen waren 😉. Ich habe im Anschluss daran einer Studentin der Biologie ein Mini-stipendium verschafft... Man ej, ist doch wahr.

Danach waren wir in einer kleinen Werkstatt, in der Zebuhorn verarbeitet wird - zu Schmuck und so. Das war total interessant - in unserem Beisein hat Son Junge einen Löffel hergestellt. Wahnsinn!
Gleich im Anschluss daran waren wir bei Leuten, die aus alten Blechbüchsen und so Miniatut-Fahrräder, -autos und -mopeds bauen. Das war auch sehr interessant.

Und dann waren wir in so einem fucking Schmuckladen, weil Oma Gudrun unbedingt ein Armband aus blauen Edelsteinen haben wollte. Die Verkäufer waren allesamt schmierig und wollten uns aber sowas von über's Ohr hauen. Armband gab es nicht also haben wir uns für Ohrringe für Sarah entschieden. Mit echten Rubinen. Als uns der Verkäufer dazu einen passenden Kettenanhänger "schenkte", und wir auch nur bar bezahlen sollten, haben wir uns anders entschieden und sind abgehauen...😛Das war total unangenehm, aber jetzt sind wir total froh, dass wir dort nüscht gekauft haben.
Sorry Sarah 😘
Jetzt ist unser Fahrer voll beleidigt, der hing in dem Geschäft garantiert mit drinne...

Für unseren halb verhungerten Kumpel hier im Hotel haben wir einen Batzen Fleisch gekauft, damit er mal so richtig satt ist. Jetzt liegt er bei uns und pennt...😊

Uns geht's gut
Eure Steffi

Montag, 18. September 2017

Atemlos durch die Nacht...🤣
Brücke kaputt Video
Brückeneinsturz...


Na das war ja gestern ein Abenteuer!  Genau vor uns ist eine Brücke eingekracht als ein dicker LKW drauf war... Innerhalb kurzer Zeit waren tausende Menschen gekommen, um zu sehen, was passiert.
Wir saßen fest, weil wir trotz gefährlichen Versuchen unseres Fahrers keinen Weg durch oder über den Fluss finden konnten. Einmal dachte ich, wir kippen um...🤐
Tja und dann haben wir ganze acht Stunden zugesehen, wie man krampfhaft an einer Lösung gearbeitet hat. Man ej - so was wäre in Germany nicht möglich gewesen... Da würde nichts abgesperrt oder so - die Leute standen zu Hunderten im Weg und behinderten diejenigen, die sich bemühten. Ich stelle mal ein Video ein. Zum Schluss- wir hätten die Hoffnung längst aufgegeben- haben sie dann einen Sattelschlepper im Fluss versängt und mit Sandsäcken befestigt...und wir konnten gegen sieben Uhr im Dunkeln den Fluss passieren. Und dann begann das eigentliche Abenteuer, denn unser Fahrer musste im Stockdunkeln vier Stunden fahren. Er ist wie der kleine Bruder von Schumi durch die Nacht gejagt - Angst ist gar kein Begriff für das, was ich empfand.
Madagaskar ist Nachts stockdunkel. Es gibt keinen Strom und die "Ortschaften" sind dunkel. Und die Menschen latschen selbst nachts auf der Straße herum... Dass wir niemanden überfahren haben... ein Wunder! 🤐
Aber dafür waren an jeder Ecke Buschfeuer zu sehen. Es ist eine Tragödie! Die Fackeln ganz Madagaskar ab. Deshalb ist alles Karst und trocken... Zwei Drittel des Landes sind abgeholzt und brandgerodet und das machen die nachts... Schlimm!
Gegen zehn waren wir in Ansirabe in unserem Hotel. Ich war fix und fertig!
Ein Glück, dass wir heute nur eine Stadtbesichtugung machen. Wir sehen uns heute Edelsteinmanufakturen an und verschiedene Handcraftprojekte. Mal sehen...😁.
Tschüss eure Steffi (mit Schnuppen und Halsschmerzen, weil der Fahrer die ganze Zeit die Scheibe runter hatte...😓)

Sonntag, 17. September 2017

Nachdem wir in Antsirabe kurzzeitig die Luft der Zivilisation geschnuppert haben, machten wir uns schon am nächsten Tag auf nach Ranomafana. Das ist ein kleiner Ort am Rande eines riesigen Nationalparks - ganz idyllisch gelegen, direkt im Tal, umrandet von Bergregenwald und an einem leise dahin schlaengelnden Fluss. In der Regenzeit ist der kleine Fluss dann allerdings ein reißender Strom...
Die Tour dorthin dauerte über fünf Stunden und war extrem anstrengend, aber wir konnten wieder viel vom Land sehen. Alles spielt sich an der Straße ab. Sobald es hell wird, fangen alle an irgendwas zu machen: manche arbeiten auf den unzähligen als Terrassen angelegten Feldern, manche waschen Wäsche im Fluss und breiten die gewaschenen Sachen auf den grünen Flächen nahe dem Wasser aus, manche transportieren irgendwas auf eigenartigen Wagen die steilen Straßen hoch, die Frauen sitzen am Straßenrand und machen sich die Haare und manche hängen einfach nur herum und warten, dass die Zeit vergeht. Es wird nie langweilig, dem Treiben zu folgen. 
Unterwegs hielten wir an, um auf einem Markt zu fotografieren. Wir kamen uns vor, als wären wir in Lateinamerika - die Menschen waren total bunt angezogen und trugen diese bunten Hüte und bunte Tücher, die sie über die Schultern geschlagen hatten. Krass.
Irgendwie ist es sowieso komisch - vielleicht ist das auch der Grund, warum bei mir einfach der Funke nicht so richtig überspringen will: Madagaskar ist nicht Afrika, nicht Asien und eben auch nicht Arabien. Von allem ist ein bisschen vorhanden und je nachdem, wo man gerade ist, ist einer der drei Teile dominant. Manchmal sehen die Menschen aus, wie in Indonesien. Ein Paar Kilometer weiter sehen sie aus, wie klassische Afrikaner. Wenn sie sprechen, hört es sich manchmal an, als würden sie arabisch sprechen oder indisch...
Wir haben in einem Dorf angehalten, in dem noch so richtig traditionell Spaten oder Schippen hergestellt werden. Einer bedient einen aus Bambus gefertigten Blasebalg und drei weitere schmieden das Eisen. Wie im Mittelalter... Ein paar Kilometer weiter führen wir an einer selbstgebauten "Destillerie" vorbei... Auf dem Rückweg wollen wir dort Mal anhalten und kosten 😁... ist aber bestimmt tödlich...
In einem Ort habe ich einen Jungen mit einem Fussball spielen sehen - spontan habe ich ihm die Fussballteppen von Sonnenscheinchens Sohn geschenkt. Man hat der sich gefreut! Hauptsache bringen die anderen Jungs ihn dafür nicht um...
Der Nationalpark Ranomafana ist ganz nach Svens Geschmack: Lemuren, Lemuren, Lemuren... Ich glaube, wir haben bisher insgesamt 12 verschiedene Spezies gesehen, worüber sich Sascha & Sven riesig freuen. Heute waren es der kleinste Bambus-Lemur, der größte Bambus-Lemur und der goldene Bambus-Lemur. Und dann noch andere, was weiß ich für welche...😉. Weil es fünf Stunden bergauf und bergab ging, war ich total fertig und froh darüber, wenn Sven irgendwas zum fotografieren fand. Da könnte ich zwischendurch ausruhen...
Ansonsten geht es uns gut. Sven ist zwar immer noch angeschlagen, aber es handelt sich anscheinend nicht um die Lungenpest, die hier vor kurzem ausgebrochen ist... Mensch Lisel, wer immer du auch bist, Danke für die Information. Nur leider haben wir keine Antibiotika dabei. Wenn es uns erwischt, tja dann gehen wir wohl auch der Reihe nach vor Madagaskar über Bord...😎. Immer noch besser, als in Luckenwalde vom Bus überfahren zu werden...
So. Wir werden jetzt eine Runde Romme spielen und die harmonische Stimmung zerstören. Sven schummelt immer noch und wenn ich ausnahmsweise Mal mit drei Königen auslege, oder drei Achten...fliegen mir Sascha Karten um die Ohren und er spielt nicht mehr mit 👿.
In diesem Sinne - schöne Grüße aus Madagaskar, eure Steffi
Nachdem wir in Antsirabe kurzzeitig die Luft der Zivilisation geschnuppert haben, machten wir uns schon am nächsten Tag auf nach Ranomafana. Das ist ein kleiner Ort am Rande eines riesigen Nationalparks - ganz idyllisch gelegen, direkt im Tal, umrandet von Bergregenwald und an einem leise dahin schlaengelnden Fluss. In der Regenzeit ist der kleine Fluss dann allerdings ein reißender Strom...
Die Tour dorthin dauerte über fünf Stunden und war extrem anstrengend, aber wir konnten wieder viel vom Land sehen. Alles spielt sich an der Straße ab. Sobald es hell wird, fangen alle an irgendwas zu machen: manche arbeiten auf den unzähligen als Terrassen angelegten Feldern, manche waschen Wäsche im Fluss und breiten die gewaschenen Sachen auf den grünen Flächen nahe dem Wasser aus, manche transportieren irgendwas auf eigenartigen Wagen die steilen Straßen hoch, die Frauen sitzen am Straßenrand und machen sich die Haare und manche hängen einfach nur herum und warten, dass die Zeit vergeht. Es wird nie langweilig, dem Treiben zu folgen. 
Unterwegs hielten wir an, um auf einem Markt zu fotografieren. Wir kamen uns vor, als wären wir in Lateinamerika - die Menschen waren total bunt angezogen und trugen diese bunten Hüte und bunte Tücher, die sie über die Schultern geschlagen hatten. Krass.
Irgendwie ist es sowieso komisch - vielleicht ist das auch der Grund, warum bei mir einfach der Funke nicht so richtig überspringen will: Madagaskar ist nicht Afrika, nicht Asien und eben auch nicht Arabien. Von allem ist ein bisschen vorhanden und je nachdem, wo man gerade ist, ist einer der drei Teile dominant. Manchmal sehen die Menschen aus, wie in Indonesien. Ein Paar Kilometer weiter sehen sie aus, wie klassische Afrikaner. Wenn sie sprechen, hört es sich manchmal an, als würden sie arabisch sprechen oder indisch...
Wir haben in einem Dorf angehalten, in dem noch so richtig traditionell Spaten oder Schippen hergestellt werden. Einer bedient einen aus Bambus gefertigten Blasebalg und drei weitere schmieden das Eisen. Wie im Mittelalter... Ein paar Kilometer weiter führen wir an einer selbstgebauten "Destillerie" vorbei... Auf dem Rückweg wollen wir dort Mal anhalten und kosten 😁... ist aber bestimmt tödlich...
In einem Ort habe ich einen Jungen mit einem Fussball spielen sehen - spontan habe ich ihm die Fussballteppen von Sonnenscheinchens Sohn geschenkt. Man hat der sich gefreut! Hauptsache bringen die anderen Jungs ihn dafür nicht um...
Der Nationalpark Ranomafana ist ganz nach Svens Geschmack: Lemuren, Lemuren, Lemuren... Ich glaube, wir haben bisher insgesamt 12 verschiedene Spezies gesehen, worüber sich Sascha & Sven riesig freuen. Heute waren es der kleinste Bambus-Lemur, der größte Bambus-Lemur und der goldene Bambus-Lemur. Und dann noch andere, was weiß ich für welche...😉. Weil es fünf Stunden bergauf und bergab ging, war ich total fertig und froh darüber, wenn Sven irgendwas zum fotografieren fand. Da könnte ich zwischendurch ausruhen...
Ansonsten geht es uns gut. Sven ist zwar immer noch angeschlagen, aber es handelt sich anscheinend nicht um die Lungenpest, die hier vor kurzem ausgebrochen ist... Mensch Lisel, wer immer du auch bist, Danke für die Information. Nur leider haben wir keine Antibiotika dabei. Wenn es uns erwischt, tja dann gehen wir wohl auch der Reihe nach vor Madagaskar über Bord...😎. Immer noch besser, als in Luckenwalde vom Bus überfahren zu werden...
So. Wir werden jetzt eine Runde Romme spielen und die harmonische Stimmung zerstören. Sven schummelt immer noch und wenn ich ausnahmsweise Mal mit drei Königen auslege, oder drei Achten...fliegen mir Sascha Karten um die Ohren und er spielt nicht mehr mit 👿.
In diesem Sinne - schöne Grüße aus Madagaskar, eure Steffi

Donnerstag, 14. September 2017

Auf dem Video sind singende Indris zu hören 😁
Hier hört ihr singende Indris, im Wald vor unserem Bungalow...
Hallo Leute,  da sind wir wieder.
Wir waren die letzten sechs Tage "im Busch" und hatten kein Netzt.
Heute sind wir nach Ansirabe gereist - eine wichtige, grosse Stadt. Von hier aus starten wir morgen früh nach Ranumafan, wo wir mehrere Nationalparks besuchen werden. Sven hat inzwischen zehn verschiedene Lemuren fotografiert, zahlreiche Cameleons, Vögel, Käfer und Frösche.
Am beeindruckendsten waren jedoch das Aye Aye - das Fingertier und die singenden Indris. Ach ja...und der Giraffenhalskäfer 😁.
Uns geht es gut und die Stimmung wäre nahezu perfekt, wenn Sven beim Romme nicht immer schummeln würde...😎.
Die 20 Kilo Sachen & Schuhe sind verteilt und wirklich sehr, sehr arme Leute haben sich darüber gefreut. Dank nochmal an Sonnenscheinchen, Karin und Angela!
Sarah - vielen Dank über den Bericht aus der Heimat und schöne Grüße an Patrick.