Tag 3 ohne Gepäck
In der Frühe sind wir mit dem Tuk Tuk in die Stadt gefahren. Von dort aus starteten wir ein zweites Mal einen Trip zu den Walen. Der Unterschied zum ersten Mal war jedoch, das diesmal schlechtes Wetter war...Toll. Bereits nachdem wir den Hafen verlassen hatten stürmte es und unser kleines Boot wurde hin und her geschleudert. An Bord waren noch vier durchgeknallte Asiatinnen, die jedes Mal laut jauchzen, wenn wir kurz vorm Umkippen waren. Außerdem noch ein ca. 300 Kilo schwerer Mann, der nicht mal mit der Hälfte seines Oberkörpers in die Schwimmweste passte, sein Kumpel und zwei Deutsche. Schon nach wenigen Minuten kotzte sich der Deutsche dumm & dämlich...er kämpfte dann nur noch uns Überleben.
Uns ging es gut. Aber ich hatte totale Angst. All the time! So etwas Bescheuertes und Gefährliches habe ich noch nie gemacht. Meterhohe Wellen knallten auf das Boot. Wir waren Klatsch nass, krallten uns an irgendwelchen Griffen fest, um nicht von Bord geschleudert zu werden.
Aber dafür sprangen die Wale um uns herum, die sich natürlich nicht ein bisschen um das schlechte Wetter scherten. Einmal tauchten Mutter und Kind direkt neben dem Boot auf und wir konnten sehr schön die Pocken auf dem riesigen Kopf sehen. Ein anderes mal schwammen sechs riesige Wale direkt vor uns entlang... GRANDIOS! Dann vergass ich für einen Moment die Situation an Bord...bis die Asiatinnen laut jubelnd jauchzend und lachten...
Insgesamt betrachtet waren es vier Stunden "Hölle mit springenden Walen". An fotografieren war natürlich nicht zu denken. Sven hatte die ganze Zeit nur Angst um seine Fotoausrüstung...
Auf dem Weg zurück zur Unterkunft habe ich mir ein Kleid gekauft. Notgedrungen natürlich, weil ich pitschenass war und wir ja nach wie vor kein Gepäck haben. Das Kleid hat aber leider 59.000 gekostet und ich hatte ein bissel schlechtes Gewissen. Ich habe noch niemals etwas für 59.000 gekauft! (Umrechnungskurs durch 3300...)
...und Bananen habe ich unterwegs an einen kleinen Stand an der Straße geholt. Kaum in unserem Bungalow bemerkte ich, das ich mein neues neunundfünfzigtausend Kleid im Tuk Tuk vergessen hatte. Toll. Aber zum Glück hatte der Fahrer mir seine Visitenkarte überreicht als wir das erste mal mit ihm gefahren sind. Und die hatte ich noch. Kleid ist da und passt.😁
Zu guter letzt: wir legten die Bananen auf unsere Terrasse. Kaum geschehen kam eine Bande Lemuren um zu stenkern. Sie hatten es auf unsere Bananen abgesehen und während Sven sich freute und fotografierte verteidigte ich mutig und heroisch meine Bananen. Ein Mistviech ließ sich nicht von meiner Überlegenheit blenden und biss mir von hinten ins Bein...Toll.
Ich fasse zusammen: kein Gepäck.
Sascha Sonnenbrand, Sven in Seeigel getreten, Steffi von Insekt gestochen & von Halbaffen gebissen, Kleid liegen lassen, fast mit Boot umgekippt...
Es ist kaum zu glauben, das ausgerechnet uns das alles in so kurzer Zeit passiert ist! Und alles Wichtige im Gepäck: Sonnenschutz & Mückenschutz = Flüssigkeiten - also im Gepäck. Regenschutz für die Fotoausrüstung- im Gepäck. Notfallmedizin - im Gepäck. Sandaletten, kurze Hosen, Kamm & Zahnbürste- im Gepäck. Gestern war erster Waschtag. Triefend nasse Klamotten hingen über unserer Terrasse. Sven hat alles gewaschen, was er unter die Finger bekommen konnte...😙
So. Schauen wir, was der nächte Tag bringt.
Uns geht's gut. Und würde Sven nicht so ein böser Romme-Spieler sein, könnte ich mich nicht beklagen. Tschüss eure Steffi
Gruß von Mutti. Sven soll die Stelle mit dem Seeigel mit "Sand abrubbeln", lach.
AntwortenLöschenSocke gehts gut. Er hat gestern mit Mutti Ball gespielt. Anschließend war sie äh er kaputt. Der arme Hund muss an der Leine laufen. Aber sie hat die Verantwortung und Angst, dass er über die Straße läuft. War da nicht noch ne Katze??? Muss ich sie morgen mal fragen.
Ansonsten alles frisch in Dschörmenie. Euch weiterhin viel Späßken und passt auf die Affen auf ;-)
Vielen Dank Liesel! Gut, dass alles klappt. Auf "die Alten" ist eben Verlass. Uns geht's gut und unser Gepäck ist auch endlich angekommen. Schöne Grüsse nach Dschörmänie, Steffi
LöschenWenn es nicht wirklich recht gefährlich gewesen wäre.. es hört sich an wie in einer schlechten Komödie
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